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V-043622: Anzeigepflichten für grenzüberschreitende Steuergestaltungen

Zeitraum:
04.08.2020 - 04.08.2020  

Ort:
Kongresshotel Potsdam (Potsdam)

Veranstaltungs ID:
V-043622

Preis:

350 € Standardpreisgruppe

Dozenten:
Ziel der Veranstaltung:

Der Bundesrat hat am 20. Dezember 2019 das „Gesetz zur Einführung einer Pflicht zur Mitteilung grenzüberschreitender Steuergestaltungen" beschlossen. Die neuen Regelungen wurden in der Hauptsache in den
§§ 138d bis 138k AO verortet. Wir berichteten in der Vorstandsinformation OSV-VI-20-0005 vom 31. Januar 2020.

Mit dem Gesetz zur Einführung einer Pflicht zur Mitteilung grenz-überschreitender Steuergestaltungen sollen Finanzverwaltung und Gesetzgeber in die Lage versetzt werden, legale Steuervermeidungs-praktiken und Gewinnverlagerungen zeitnah zu identifizieren und ungewollte Gestaltungsspielräume zügig zu schließen.

Das Gesetz verpflichtet u. a. Sparkassen als Intermediäre, dem Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) grenzüberschreitende Steuergestaltungsmodelle mitzuteilen, die sie konzipiert, organisiert oder verkauft haben. Dabei müssen sie auch Angaben zum Nutzer der Steuergestaltungen mitteilen.

Ab dem 1. Juli 2020 sind alle neuen Steuergestaltungen innerhalb von 30 Tagen fortlaufend an das BZSt zu melden; eine einmalige rückwirkende Meldeverpflichtung für ab dem 25. Juni 2018 verwirklichte Gestaltungen hat bis zum 31. August 2020 zu erfolgen.

Die jeweils meldepflichtigen Gestaltungen könnten auf Ebene einer Sparkasse potentiell in allen Bereichen vorkommen (Aktivgeschäft, Passivgeschäft, Vermittlung von Verbundprodukten, Eigenhandel).

Um die Umsetzung der entsprechenden Anforderungen in den Sparkassen entsprechend sicherzustellen, werden in dem Seminar die Tatbestandsvoraussetzungen hinsichtlich einer ggf. notwendigen Mitteilungspflicht für die Sparkasse nach den gesetzlichen Bestimmungen theoretisch und anhand von Praxisbeispielen erörtert.

Im Anschluss an das Seminar sollen die Mitarbeiter in der Lage sein, eine Betroffenheitsanalyse unter Berücksichtigung der Geschäftstätigkeit der ihrer jeweiligen Sparkasse durchzuführen, um feststellen zu können, ob ggf. entsprechende Meldungen erforderlich sind.

Für den Fall etwaiger Meldungen ist beabsichtigt darzustellen, wie ab dem 1. Juli 2020 die relevanten Daten weitergeleitet werden und dies künftig im laufenden Betrieb sichergestellt werden kann.

Zielgruppe:

MitarbeiterInnen der Bereiche Treasury, Aktivgeschäft (Kreditgeschäft), Passivgeschäft (Depot-B), Marktfolge Aktiv bzw. Passiv, Rechnungs-wesen- und Steuern, Compliance, Controlling sowie Interne Revision

Inhalt:

1. Sachliche Voraussetzungen der Mitteilungspflicht (§ 138d AO)

1.1 Steuern, auf die das Gesetz Anwendung findet

1.2 legale - Steuergestaltung

1.3 Beteiligte der Steuergestaltung – Rolle der Sparkasse

1.4 Grenzüberschreitender Bezug

1.5. Persönliche Voraussetzungen der Mitteilungspflicht

2. Kennzeichen gemäß § 138e AO

3. Verfahren zur Mitteilung einer grenzüberschreitenden Steuergestaltung

Hinweise:

Wichtiger Hinweis zu Ihren Seminarunterlagen: Für alle Präsenzveranstaltungen stellen wir die Seminarunterlagen ausschließlich online über Ihr Teilnehmerportal bereit. Bitte nutzen Sie die Unterlagen über ein mobiles Gerät oder bringen Sie bei Bedarf einen Ausdruck zur Veranstaltung mit.

Schrittweise Wiedereröffnung unserer Bildungsstandorte ab Juni 2020 - Ihr Wissen und Ihre Gesundheit sind uns wichtig!

Die von der Bundesregierung vorgegebenen Schutzmaßnahmen, wie Abstands- und Hygieneregelungen, werden beim Start der Präsenzveranstaltungen beachtet und umgesetzt. Wir informieren über die wichtigsten verbindlichen Hygieneregeln im Schutz- und Hygienekonzept der NOSA (https://www.nosa-online.de/hygiene-konzept00/)

Für die Einhaltung dieser Regeln während der Veranstaltung bitten wir um Ihre Mithilfe.